
Der Moorschutzfonds der Stiftung Naturschutz wurde im Jahr 2009 eingerichtet. Er wird regelmäßig aus Ausgleichsmitteln des Landes Schleswig-Holstein gespeist und ist ein wichtiger Baustein zur Umsetzung des Moorschutzprogramms der Landesregierung. Gefördert werden Projekte, die dem Schutz und der Entwicklung der Hoch- und Niedermoore in Schleswig-Holstein dienen (max. Förderhöhe 25.000 Euro).
Mehr Informationen gibt Ihnen gern:
Dr. Barbara Wilhelmy
Tel.: 0431 / 210 90 - 42
E-Mail: wilhelmy(at)sn-sh.de



Förderrichtlinie Moorschutzfonds
Die Förderrichtlinie Moorschutzfonds können Sie sich hier als PDF herunterladen.
Geförderte Projekte:
Ankauf Orchideenweise im Elsdorfer Gehege
Ankauf eines Erlenbruchs
Moorschutz ist Klimaschutz
Moore prägen seit Jahrhunderten die Landschaft und die Landnutzung Schleswig-Holsteins. Sie haben eine große Bedeutung für die Biodiversität, Wasserspeicherung und Nährstofffiltration. Als CO2-Senke spielen sie eine wichtige Rolle für den Klimaschutz. Heute steht es mit unseren Mooren nicht zum Besten:
Gab es in den 1950er Jahren in Schleswig-Holstein noch rund 180.000 Hektar Moorflächen (45.000 ha Hochmoor und 135.000 ha Niedermoor), so sind in den letzten 50 Jahren durch die Zersetzung der entwässerten Torfböden mehr als 35.000 Hektar unwiederbringlich verschwunden. Rund 80 Prozent der aktuellen Moorflächen werden derzeit noch landwirtschaftlich genutzt und damit in aller Regel auch entwässert.
Aktuell weißen im Land nur etwa 10.000 Hektar noch wertvolle Hochmoorbiotope auf.
Vor diesem Hintergrund hat der schleswig-holsteinische Landtag im Herbst 2008 beschlossen, das seit 2002 etablierte Niedermoorprogramm um ein Hochmoorprogramm zu ergänzen.
Bereits seit ihrer Gründung im Jahre 1978 sichert die Stiftung Naturschutz gerade auch in Mooren Flächen durch Ankauf. So ist seit mehr als 30 Jahren die Eider-Treene-Sorge-Niederung mit ihren bedeutenden Hochmooren, wie Wildes Moor bei Schwabstedt, Dellstedter Birkwildmoor oder Tetenhusener Moor, ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit. Aber auch im Nienwohlder Moor, Kreis Stormarn, im Glasmoor, Kreis Segeberg, im Dosenmoor bei Neumünster oder im Vaaler Moor, Kreis Steinburg, engagiert sich die Stiftung bei der Renaturierung der letzten wertvollen Hochmoorkomplexe. Die Sicherung der Flächen ist dabei von entscheidender Bedeutung, denn nur so können die dringend notwendigen Wiedervernässungen in Angriff genommen werden.


